Schwerpunkt
Künstliche Intelligenz
KI in der Luzerner Verwaltung soll entlasten. Entscheide mit Folgen für Menschen bleiben nachvollziehbar und bei Menschen.
Stand: 15. Oktober 2026
Künstliche Intelligenz ist in Textprogrammen, Suchen und Planungshilfen bereits angekommen. Der Kanton kann davon profitieren: Entwürfe schneller erstellen, Hinweise verständlicher formulieren, Routinearbeit in der Verwaltung reduzieren. Der Massstab bleibt der Nutzen für Bevölkerung und Mitarbeitende, nicht der Reiz eines neuen Produkts.
Was klar bleiben muss
Ein Modell kann einen Entwurf vorbereiten. Einen Entscheid mit Rechtsfolge trägt eine Person. Das gilt für Steuern, Sozialleistungen, Schule und Bewilligungen. Betroffene müssen erkennen können, wenn ein Text maschinell vorbereitet wurde, und sie brauchen einen Weg zu einer zuständigen Stelle.
Daten aus der Verwaltung sind kein Gratis-Trainingsmaterial. Wer einen Dienst einkauft, muss wissen, welche Angaben das Haus verlassen, zu welchem Zweck sie bearbeitet werden und wie der Kanton wieder aussteigen kann.
Dafür setze ich mich ein
- KI dort einsetzen, wo sie Wartezeit und Leerlauf senkt, mit einer Prüfung vor dem Breiteneinsatz.
- Entscheide mit Wirkung auf einzelne Menschen bei dafür verantwortlichen Personen lassen.
- Transparenz gegenüber der Bevölkerung, wenn Inhalte automatisiert vorbereitet werden.
- Verträge, die Datenbearbeitung, Standort und Ausstieg regeln, bevor ein Pilot zum Dauerzustand wird.
- Bildung, die Anwendung und Prüfung verbindet. Schulen und Berufsbildung sollen Werkzeuge verstehen, nicht nur bedienen.
Kompetenz statt Hype
Der Kanton braucht Leute, die Angebote beurteilen können. Ein gutes Pilotprojekt nennt das Problem, die Daten, die Kosten und das Kriterium, an dem man abbricht. Ein schlechtes Pilotprojekt heisst Innovation und hat keinen Eigentümer.
Neue Technologie verdient eine liberale Haltung: Erlauben, was Nutzen stiftet. Begrenzen, wo Grundrechte und Fairness auf dem Spiel stehen. Und beides in verständlicher Sprache erklären.