Schwerpunkt
Digitalisierung
Digitalisierung im Kanton Luzern soll Wege und Wartezeit sparen. Der persönliche Schalter bleibt für alle offen.
Stand: 15. Oktober 2026
Digitalisierung ist gelungen, wenn eine Familie ein Anliegen erledigen kann, ohne zweimal dieselbe Angabe zu machen und ohne einen freien Nachmittag zu opfern. Sie ist misslungen, wenn zum bestehenden Formular ein Portal hinzukommt und der Gang aufs Amt bleibt.
Nutzen vor Technik
Jede kantonale Vorlage zu einem IT-Vorhaben sollte drei Dinge ausweisen: welche Arbeit bei Bevölkerung oder Verwaltung wegfällt, was das über die ganze Laufzeit kostet und wer den Betrieb verantwortet, wenn das Projektteam nicht mehr da ist. Ein neues System, das die alten Schritte nur abbildet, ist kein Fortschritt.
Gleichzeitig bleibt der persönliche Kontakt Teil des Service public. Nicht jede Person kann oder will jedes Anliegen online erledigen. Digital ist das zusätzliche, einfachere Angebot. Es ist nicht die Eintrittskarte für eine Leistung des Kantons.
Dafür setze ich mich ein
- Leistungen so bauen, dass Angaben nicht mehrfach verlangt werden.
- Projekte am eingesparten Aufwand messen, nicht an der Zahl der Funktionen.
- Gemeinden und Kanton verbinden, statt nebeneinander eigene Portale zu häufen. Das gilt besonders für kleinere Gemeinden.
- Kosten über die Lebensdauer ausweisen, inklusive Lizenzen, Schnittstellen und Ablösung.
- Datenschutz von Beginn an mitplanen, nicht als Prüfung am Vorabend der Live-Schaltung.
Aus dem Unternehmensalltag
Als Geschäftsführer sehe ich, wie schnell IT-Kosten wachsen, wenn jedes Bedürfnis ein eigenes Werkzeug bekommt. Die öffentliche Hand hat denselben Anreiz, nur mit dem Geld der Steuerzahlenden. Wiederverwendung, klare Zuständigkeit und die Freiheit, ein Mittelmass-Projekt zu stoppen, sind politische Entscheide.
Der Wahlkreis Luzern-Land lebt von Gemeinden, die den Kanton täglich spüren: Schule, Verkehr, Bewilligungen, Entwicklung. Digitalisierung muss dort ankommen, nicht nur in einer Strategie.